Heimat- und Geschichtsverein Jesberg e.V.

Heimat- und Geschichtsverein Jesberg

Liebe Bewohner der Großgemeinde Jesberg!

Wir vom Heimat- und Geschichtsverein gratulieren der Großgemeinde sehr herzlich zu dem hervorragend gelungenem diesjährigen Burgfest, das schönste, das wir in Erinnerung haben. Eine wahrlich herrliche Werbung für den historischen Amtsbezirk Jesberg!

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Tafel an der Burg

Der Beginn des Festes am Samstagabend auf unserem Schlossberg im Lager vieler junger Rittersleut bei Minnegesang in historisch echt nachempfundener  Atmosphäre verbreitete  eine unterhaltsame Stimmung. Manche nun schon Alte haben diesen „Danzeplatz“ noch als Ort in Erinnerung, wo manche dörfliche Romanze ihren Anfang nahm. Und die von Metzgermeister Burghard Claus jun. vorgehaltenen wohlschmeckenden Rippchen hackte er so reichlich ab, dass auch große Mägen gefüllt wurden.

Das Fest am Sonntag wurde dann schon traditionell durch einen ökumenischen Gottesdienst der beiden örtlichen Pfarrer eingeleitet – das Rollenspiel mit dem Heiligen Franziskus die heutige Zeit problematisierend und trotzdem unterhaltsam.

Die offizielle Eröffnung erfolgte dann in historischem Kleide durch unseren Bürgermeister Schlemmer.

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Schuldheiß Schlemmer

Die frühere Amtsbezeichnung war Schuldheiß (Beamter, der Schuld heischt: Er hatte im Auftrag seines Landesherrn die Mitglieder einer Gemeinde zur Leistung ihrer Schuldigkeit anzuhalten.)

Oder Dorfgrebe. In der Grebenordnung unseren Landgrafen Friedrich I. von 1739 ist die Qualifikation festgeschrieben:

„Alle Greben, die sich bisher in ihren Ämtern bewährt haben, verbleiben in ihren Stellungen, dagegen werden solche, die »Säufer, Spieler und Zänker sind« und ihre Pflichten verletzt haben, durch andere Männer ersetzt. Diese sollen Angesessene sein, in gutem Ansehen stehen und des Lesens, Schreibens und des notwendigen Rechnens kundig sein.“

Unser Dorfgrebe kann stolz und glücklich sein über den Verlauf seines Burgfestes. Dies wird sicher bei ihm mit seinen Frouwen und Mannen im alten, schon 1590 errichteten Rathaus noch mehr die Arbeitsfreude  beim Wirken für das Gericht Jesberg stärken.

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Historische Burg

Das Fest hatte sehr viele Besucher, nicht nur aus allen Ortsteilen, sondern auch aus etlichen weiter entfernt liegenden Ortschaften, die sich einen Weg nach Jesberg gemacht hatten und die immer wieder ihre Begeisterung über die herrliche Lage unserer Burgruine und unseres Schlossbergs zum Ausdruck brachten.

Es wurde im historischen Rahmen auch viel und ansprechende Unterhaltung geboten, mit dem erfreulichen Ergebnis, dass unter den Gästen ein großer Anteil junger Leute und Kinder war, wichtig, die Zukunft einer Gemeinde.

Und das Burgfest war wieder erfreulicher Anlass für verzogene Alt-Jesberger, für einen Tag zurückzukehren, Heimat zu erleben und Freundschaften herzlich aufzufrischen.

Eine treue Besucherin steht in besonderer Verbindung zum Burgfest und sei deshalb hervorgehoben: Christiane Seibel, geb. Appell. Ihrem Großvater, dem Kaufmann Apell, ist es nämlich entscheidend zu verdanken, dass die Burgruine und der Schlossberg noch erhalten geblieben und nicht ganz und gar der Zerstörung anheim gefallen sind.

Wir vom HGV bedanken uns dafür, dass so viele Gäste die von uns betriebene Weintaverne besucht und mit uns so interessante Gespräche geführt haben. Sie als Gäste haben lobend erkannt, dass wir diesmal besonders gute Tropfen im Ausschank hatten.

Abschließend: Es ist auf dem Fest viel fotografiert worden. Wir vom HGV sehen es als eine unserer Aufgaben an, örtliches Geschehen umfassend zu dokumentieren. Deshalb unsere Bitte an Sie, uns Ihre Fotos zur Verfügung zu stellen. Das gilt auch für andere vergangene Veranstaltungen, gerade wenn sie weit zurückliegen, auch Dias oder Papierbilder, die wir einscannen würden.

Anlaufstelle: 2. Vorsitzender H.-Rainer Hose (Tel. 1223 – email: r-hose@t-online.de).

In heimatlicher Verbundenheit grüßt Sie herzlich

Ihr  Friedhelm Damm (Vors.)